Herzzeit | 2014
Einleitung

Im Mai 1948 begegneten die österreichische Dichterin und Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (1926-1973) und der rumänische Dichter Paul Celan (1920-1970) einander in Wien. Es war der Anfang einer unmöglichen Liebe. Ihr Briefwechsel über fast zwanzig Jahre zeigt den anhaltenden Kampf um gegenseitige Liebe, Aufmerksamkeit, Freundschaft und erlösende Worte des anderen.

Herzzeit ist eine Sammlung von 14 Miniaturen: 12 Vertonungen von Brieffragmenten Bachmanns und 2 Vertonungen von Gedichtfragmenten Celans. Die Komposition ist in zwei Teile strukturiert. Im ersten Teil werden zwei Gruppen von drei Sätzen mit gesungenen Brieffragmenten eingerahmt durch Sätze mit gesprochenen Brieffragmenten. Im zweiten Teil wird eine weitere Gruppe von drei Sätzen mit gesungenen Brieffragmenten eingerahmt durch die Celan-Vertonungen.

Das Werk ist von Erzählung und historischem Kontext entkleidet. Es zoomt auf die Erfahrung der Liebe aus der Perspektive des Individuums. Herzzeit könnte als eine Studie zur Subjektivität betrachtet werden. Ein Stück über Warten und Sehnsucht, über Traurigkeit und Verzweiflung, und über Schweigen.


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Werke





Besetzung

    Sopran

    Klavier

Aufführungsdauer

    ca. 18’

Textfragmente

    Ingeborg Bachmann

    Paul Celan


Notenbeispiel